©KI-generiertartikel
04. März 2026
Daten
Destinationsentwicklung
Daten zu Unterkunftsraten sind mehr als Preisinformationen: Sie machen Nachfragetrends sichtbar und unterstützen Tourismusorganisationen bei fundierten Entscheidungen. Seit 2023 bezieht die Österreich Werbung Preisdaten von Unterkünften in 5 Städten und 15 Ferienregionen von der myrate GmbH. Anhand zweier Use Cases haben wir erprobt, was diese Daten in der Praxis leisten können. Gleichzeitig zeigte sich, dass wir in der ÖW bei der Analyse von Rohdaten einzelner Unterkünfte an Grenzen stoßen.
Nach dem ESC-Sieg Österreichs 2025 haben wir uns die Ratenentwicklung für die möglichen ESC-Finalwochenenden 2026 in Wien und Innsbruck angesehen – lange bevor der Austragungsort offiziell feststand.
Unsere Auswertung lieferte folgende Insights:
Dieser Use Case zeigt, wie früh und wie stark Unterkunftspreise auf potenzielle Großereignisse reagieren – noch bevor der Austragungsort überhaupt fixiert ist. Für Destinationen ist das eine Chance, Nachfrageentwicklungen früh einzuordnen und passende Maßnahmen rechtzeitig zu planen – etwa Kommunikationsaktivitäten, Spezialangebote und Services rund ums Event.

Gemeinsam mit Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH haben wir getestet, wie Daten zu Unterkunftspreisen in der regionalen Tourismusarbeit eingesetzt werden können – mit Fokus auf die Frage: Was braucht eine Destination, um solche Daten sinnvoll nutzen zu können und Mehrwert für Betriebe in der Region zu schaffen?
Der Use Case war für beide Seiten wertvoll. Die Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH erhielt erste datenbasierte Einblicke in Preisentwicklungen und Segmentierungen in ihrer Region; wir in der ÖW ein klareres Bild davon, welche Darstellungsformen geeignet sind, damit aus Rohdaten schnell nutzbare Insights für Destinationen werden.
Auch beim Use Case mit Zell am See-Kaprun hat sich die Verschneidung der Preisdaten mit Eventdaten als besonders interessant herausgestellt. Es wurde sichtbar, welchen Einfluss Großevents wie zum Beispiel der IRONMAN 70.3 Ende August auf die Preisstruktur haben – und wo es rund um Veranstaltungen auf Betriebsebene noch Potenzial für die Ratenoptimierung gibt.

"Revenue Management gewinnt in alpinen Destinationen zunehmend an Bedeutung – insbesondere im Hinblick auf die Positionierung als Ganzjahresdestination. Bereits mehr als 50 % der Buchungen über unsere Regionswebsite werden in den Sommermonaten generiert. Dadurch steigt die Relevanz einer fundierten Destination Intelligence deutlich. Gleichzeitig sehen wir, dass sich nicht alle Betriebe individuelle Tools leisten können. Umso wichtiger sind Destinationslösungen, die unsere Partner gezielt in ihren Preisentscheidungen unterstützen. Die Daten der myrate GmbH bieten hierfür einen idealen Einstieg: Sie sind einfach verständlich, praxisnah aufbereitet und nach Unterkunftskategorien differenziert – perfekt für alle, die sich schrittweise an das Thema Revenue Management herantasten möchten"
Khrisna Canares, Tourismus Consultant, Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH
Auch eine kurzfristige Marketingsteuerung auf Basis von Ratendaten (z. B. Signale für Nachfrage-Peaks, schwächere Wochen oder Eventeffekte) ist möglich. Für uns ist diese Option aktuell nicht relevant, weil die Österreich Werbung viele unterschiedliche Auslandsmärkte bearbeitet, in denen die Vorlaufzeit für die Urlaubsplanung oft mehrere Monate beträgt. Auf Destinationsebene – vor allem mit Fokus auf Nahmärkte – kann das hingegen gut funktionieren: Erste Tests von Burgenland Tourismus deuten darauf hin.
Nutzt ihr in eurer Region schon Ratendaten für Planung und Steuerung? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht – und wo stoßt ihr dabei an Grenzen?