©Christina Wieserartikel
17. Feb. 2026
Künstliche Intelligenz
Digitalisierung
Nachhaltigkeit
Wie DMOs & TVBs Routinen entschärfen und wieder mehr Zeit für Gäste, Partner und Strategie gewinnen. Inklusive: kostenloser Download des Whitepapers am Ende des Artikels.
E-Mail-Flut, Datenpflege in mehreren Systemen, manuelle Reports, Meeting-Overload: In vielen DMOs/TVBs sind das keine Ausnahmen, sondern Alltag. Genau hier setzt Automatisierung an – nicht als "Tech-Spielerei", sondern als praktischer Hebel, um Routinen zu entschärfen und wieder mehr Zeit für Gäste, Partner und Strategie zu gewinnen.
Gemeinsam mit der Österreich Werbung haben wir einen Workshop organisiert, in dem uns Manuela Machner (KiNET.ai) in das Thema "Automatisierungsprozesse" eingeführt hat. Darauf aufbauend haben wir mit Stefan Erschwender und Peter Riegersperger von Frontira Use Cases erarbeitet und intensiv diskutiert.
Da die Zeit durch die vielen Diskussionen knapp wurde, hat Frontira danach noch zwei technische Vertiefungs-Workshops angeboten – als konkrete Einführung ins Umsetzen mit Make. Für viele war das der perfekte Kickstart: weg von der Idee, hin zum ersten funktionierenden Workflow.
Hier eine Begriffsabgrenzung:
Wichtig: Automatisierung funktioniert auch ohne KI – KI ist oft "Turbo“, aber kein Muss.
Wenn Destinationen stärker koordinieren, moderieren, datenbasiert steuern und Akzeptanz im Lebensraum mitdenken sollen, braucht es Kapazität. Automatisierung schafft diese Kapazität, weil sie Routinearbeit aus dem Tagesgeschäft nimmt – und damit Raum für die Aufgaben, die nicht "wegautomatisiert" werden können: Beziehung, Entwicklung, Abstimmung, Qualität. Mehr zum Thema "Destinationsmanagement mit Lebensraumperspektive" in diesem Leitfaden.
Manuela Machner (KiNET.ai) beschreibt im Leitfaden klare Schritte, wie man eine „Automatisierungsprozesse" vor der technischen Umsetzung vorbereitet:
1) Use Cases finden: nicht alles automatisieren – nur das Richtige
Gut geeignet sind Prozesse, die häufig vorkommen, klar strukturiert sind, viel Copy-Paste enthalten und "lästig, aber wichtig" sind. Weniger geeignet (am Anfang) sind seltene, hochriskante oder noch völlig undefinierte Abläufe.
2) Bewerten statt Bauchgefühl: Kompass + Prioritätenmatrix
Ein echtes Highlight ist der Bewertungskompass mit drei Blickwinkeln:
Danach wird in einer Prioritätenmatrix eingeordnet: Quick Wins (hoher Nutzen, niedriger Aufwand) sind der Startpunkt.
3) Vom IST zum SOLL – und bitte nicht den alten Prozess "1:1 digitalisieren"
Bevor du baust, zeichnest du den IST-Prozess (Input → Schritte → Output). Dann kommt der entscheidende Schritt: SOLL-Prozess neu denken – eliminieren, reduzieren, Inputs verbessern (z. B. bessere Formulare) und erst dann automatisieren bzw. KI einsetzen.
4) Architektur & Kontrolle: der 5-Ebenen-Stack & "Human in the Loop"
Für stabile Lösungen empfiehlt der Leitfaden den 5-Ebenen-Stack
Und: Human in the Loop bewusst einbauen – das System macht 80%, Menschen prüfen Ergebnisse und Ausnahmen (gerade wichtig, wenn KI im Spiel ist).
Weitere Details wie ein Fahrplan zu einem ersten TEST-Prozess und die Übersicht zu den verschiedenen Automatisierungssystemen könnt ihr im Leitfaden nachlesen.
Automatisierung ist eine Fähigkeit, die du in der Destination aufbaust – Schritt für Schritt. Sie nimmt Druck aus Routinen, macht Abläufe nachvollziehbar und schafft die Luft. Der Leitfaden gibt dafür genau das, was es oft braucht: Klarheit, Priorisierung und einen ersten machbaren Start.
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