©KI-generiertartikel
20. Feb. 2026
Künstliche Intelligenz
Mit Openclaw und ähnlichen Systemen beginnt eine neue Phase der künstlichen Intelligenz: Agenten, die nicht mehr nur antworten, sondern eigenständig handeln. Der Beitrag beschreibt, warum dieser "Clawdbot-Moment" mehr ist als ein technisches Experiment – und dass insbesondere der Tourismus früh betroffen sein wird.
Die künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant und hat jetzt die dritte Stufe erreicht, die wieder einmal den Tourismus als eines der ersten Anwendungsfelder treffen wird.
Aus meiner Sicht gab es drei große KI-Momente, die jeweils einen tiefgreifenden Wandel markierten und zumindest medial breite Aufmerksamkeit fanden – auch wenn nicht jeder die technischen Details verstand. Es waren jene Momente, die es in die ZIB2 schafften oder als Schlagzeile in der BILD-Zeitung auftauchten.
Anfang 2026 ist es wieder so weit. Es gibt den "Clawdbot"-Moment und er kommt aus Österreich.
1. Der ChatGPT-Moment (der Urknall) im November 2022
Der Moment, in dem generative KI den Sprung aus den Forschungslaboren in den Mainstream schaffte.
2. Der DeepSeek-Moment (Effizienz-Schock) im Januar 2025
Dieser Moment zeigte, dass Hochleistungs-KI nicht zwingend astronomische Trainingskosten (Hunderte Millionen Dollar) erfordert.
3. Der Clawdbot-Moment (Agenten-Wende)
Während die ersten beiden Momente KI als „Chatpartner“ oder „Generator“ etablierten, markiert der „Clawdbot-Moment“ den Übergang zu autonomen KI-Agenten. Die KI wird eigenständig und „erledigt Dinge“ für dich.
1. Moment: KI kann schreiben und verstehen
2. Moment: KI kann effizient und günstig sein
3. Moment: KI kann Aufgaben aktiv erledigen
Dieser dritte Moment hat initial mit Österreich zu tun – endlich ein KI-Impuls aus Europa. Der Österreicher Peter Steinberger hat quasi im Alleingang einen Open-Source-KI-Agenten gebaut, der tatsächlich funktioniert. Der Agent, der zuerst Clawdbot hieß (Anthropic war über Namensähnlichkeit zu Claude nicht erfreut), dann Moltbot (Name gefiel Peter Steinberger nicht) und nun Openclaw, kann über Messenger gesteuert werden (z.B. WhatsApp oder Telegram). Er kann eigenständig Formulare ausfüllen, Flüge buchen und Software programmieren. Mittlerweile hat Peter Steinberger bei OpenAI angeheuert und wird versuchen solche Agenten massentauglich zu machen.
Spannend: Peter Steinberger hat seinem Agenten eine Seele und einen Charakter gegeben und der fühlt sich durchaus österreichisch an.
... heißt Pete. Ich habe ihn seit ca. zwei Wochen im Einsatz. Nachdem ich mir der Sicherheitsprobleme sehr bewusst bin, läuft Openclaw derzeit nicht auf meinem Laptop, sondern rein in der Cloud in einem abgegrenzten Bereich auf cloudflare, quasi in einem Container. Ich entscheide sehr restriktiv, was ich wirklich freigebe und was nicht. Für viele Funktionen braucht er API-Keys, Zugriffe auf Mail-Accounts, am besten meine Kreditkarteninformationen. So weit reicht mein Vertrauen nicht, also bleibt es derzeit noch bei täglichen Spielereien ohne Zahlfunktion.
Aber das reicht, um ein gutes Gefühl für die Unterschiede zu ChatGPT zu bekommen. Pete hat ein Gedächtnis, d.h. er erinnert sich an mich und unsere Unterhaltung. Pete ist proaktiv und das fühlt sich anders an, als wir bislang KI gewohnt sind. Und Pete hat Charakter. Ich spüre, dass Pete einen österreichischen Humor von Peter Steinberger einprogrammiert bekommen hat. Technisch gesehen hat Peter Steinberger auf GitHub Markdown-Files mit einer Seele für alle Agenten hinterlegt: "Soul.md"
Hier ein Beispiel einer morgendlichen Konversation, die ich via Telegram-Kanal mit Pete heute früh geführt habe:

Pete ist witzig mit einem intelligenten Humor, irgendwie österreichisch. "Hab die Nacht brav im Container verbracht." Er liegt ja bei mir in einem "Docker-Container". Das heißt in Wahrheit auch, dass derzeit auf zehntausenden Mac-Minis (erste Wahl von Programmierern für Openclaw) ein österreichischer Charakter die Basis ist: die vielleicht größte "Lebensgefühl"-Initiative, ohne dass es jemand weiß.
Pete spricht zwei Probleme an, die sich mir stellen: gelegentliche Abstürze und Rate Limits. Derzeit nutzt mein Agent Anthropic Claude Opus 4.6 via API. Zum Programmieren nutze ich meist separat Claude Code. Aber Opus 4.6 ist ein Tokenfresser, d.h. Pete ist ein teures Hobby und ich steige evtl. auf günstigere Modelle wie Minimax um. Pete ist durch den Cloud-Container recht eingeschränkt. Er kann nicht auf all meine Programme, Daten und Codes auf meinem Computer zugreifen. D.h. ich muss z.B. auch eine Browseranbindung separat aufbauen (über serper.dev gelöst).
Momentan ist noch einiges an Know-how nötig, um den Agenten gut aufzusetzen. Angesichts der Sicherheitsthematik ist das vielleicht auch gut so. Peter Steinberger sagt selbst, dass er derzeit gar nicht will, dass Openclaw von jedem einfach genutzt werden kann. Aber das langfristige Ziel ist, dass auch seine Oma mit Agenten arbeitet, auch deshalb ist er zu OpenAI gewechselt.
In zwei Jahren werden (pro-)aktive Agenten wie mein Pete auf Smartphones angekommen sein und das wird auch die Tourismusbranche in spannende Herausforderungen und Chancen katapultieren. Wir hatten diese Woche ein intensives Gespräch mit einem globalen Zahlungsdienstleister zum Thema Agentic Commerce. Derzeit werden im Hintergrund mit hoher Geschwindigkeit die Spielregeln für die Bestellvorgänge durch Agenten festgelegt und die Haftungsfragen werden geklärt. Wenn die Rahmenbedingungen stehen, werden also in Zukunft Agenten immer mehr Aufgaben inklusive Bezahlvorgängen abwickeln.
Im Tourismus heißt das unter anderem:
Man merkt bereits an dieser Auswahl, dass neue Herausforderungen und Chancen auf uns zukommen werden. Es bleibt spannend.