©KI-generiert, Midjourneyartikel
30. Jan. 2026
Künstliche Intelligenz
Das erste AI-Update des Jahres mit Roman Egger ist vorbei – mit überraschenden Marktverschiebungen, mächtigen neuen Tools und wichtigen Warnungen für die Zukunft der Arbeit. Hier sind meine 8 wichtigsten Erkenntnisse.
Die Zahlen von SimilarWeb sind eindeutig: Google Gemini hat seinen Marktanteil von knapp 6 Prozent Anfang 2025 auf über 21 Prozent gesteigert. Der große Verlierer? OpenAI mit ChatGPT.
Der Grund für Geminis Erfolg: Das Google-Ökosystem. Die Integration in Fotos, YouTube, Chrome und die gesamte Google-Welt liefert personalisierte Ergebnisse, die OpenAI so nicht bieten kann.
Noch im Oktober 2024 sagte Sam Altman: "Ich hasse Werbung." Jetzt ist es offiziell: ChatGPT bekommt Ads. Die Werbung erscheint vorerst nur im Free-Tier und im 8-Dollar-Go-Abo, wird am Ende von Chats angezeigt und ist als Werbung gekennzeichnet.
Personalisierung ist standardmäßig aktiv, Datenweitergabe an Werbetreibende soll es nicht geben. Für Hotels und Destinationen heißt das: Der Druck auf bezahlte KI-Werbung wird steigen.
OpenAI hat gleich mehrere praktische Neuerungen eingeführt:
Das Highlight von Anthropic: Claude Coworker arbeitet direkt mit Dateien auf dem eigenen Rechner. Download-Ordner aufräumen, aus Screenshots Spreadsheets erstellen, aus Notizen Dokumente generieren – alles möglich.
Coworker läuft in einer eigenen virtuellen Umgebung. Aktuell nur für Mac – Windows folgt. Dazu spannend: Die Claude Chrome Extension ermöglicht Fragen zu jeder geöffneten Webseite, jedem PDF oder YouTube-Video.
- LTX Studio: Kombiniert Audiodateien mit Bildern zu Videos – das Bild "spricht" mit deiner Stimme
- Gwen Layer Decomposition: Zerlegt Bilder automatisch in bearbeitbare Ebenen – wie Canvas "Magic Grab", aber automatisiert
- Manus: Jetzt mit neuen Marktforschungs-Feature, das sie in Kooperation mit Similarweb gelauncht haben
Das Allianz Risk Barometer 2026 zeigt: Künstliche Intelligenz ist vom zehnten auf den zweiten Platz der wichtigsten Unternehmensrisiken gesprungen. Nur Cyberkriminalität liegt noch davor. Die Gründe: schnelle Integration ohne Analyse, fehlende Governance, Schatten-KI, Haftungsfragen und Desinformation.
Eine unterschätzte Gefahr: Paradoxerweise delegieren wir oft die komplexen Aufgaben an die KI – weil sie zeitaufwendig sind. Die Einfachen machen wir selbst. Das Ergebnis: Wir verlieren die Fähigkeit, KI-Ergebnisse kritisch zu beurteilen. Copy & Paste ersetzt eigenes Denken.
Dario Amodei (Anthropic-CEO) warnt: Bis zu 50 Prozent der Einsteiger-Bürojobs könnten in den nächsten Jahren wegfallen. Das Problem: Der Einsteiger von heute ist vielleicht die Führungskraft von morgen. Wie sich das langfristig auf die Gesellschaft auswirken wird, ist natürlich eine große Frage. Ein spannendes TED-Video zum Thema gibt's hier und auf der TEDAI im letzten Jahr war das auch ein großes Thema.
Viele Firmen führen "Company GPTs" ein – aber Mitarbeiter:innen nutzen trotzdem private Accounts, weil sie bequemer sind. Die Folgen: unbekannte Tool-Nutzung, massive Datenschutzrisiken, unklare Effizienzquellen und wachsende Abhängigkeiten. Governance sowie klare Regeln im Unternehmen sind wichtiger denn je.
Während die Tools immer mächtiger werden, müssen wir uns den unbequemen Fragen stellen: Wie bewahren wir menschliche Fähigkeiten? Wie schulen wir den Nachwuchs? Die Technologie allein macht noch keine bessere Zukunft – wir müssen in die "Human Ware" investieren.
Wer wissen möchte, wo er selbst beim Thema KI steht, findet bei unserem AI Buddy eine gute Orientierung. Das für DMOs und LTOs kostenlose Tool hilft dabei, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen, Aufholbedarf zu identifizieren und sich gezielt Wissen anzueignen – ideal für alle, die in österreichischen Destinationen arbeiten.